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Tagesbericht von Freitag, den 26. August 2011

Auch heute ertönte der Weckruf für den ein oder anderen viel zu früh, doch das Aufstehen sollte sich heute lohnen, denn der Tag sollte phänomenal werden. Nach Morgenrunde, Frühstück und Lunchpaketen mit leckeren Sandwiches, die die Leiter in der Nacht frisch zubereitet hatten, wartete schon der Bus auf uns. Bis dahin wussten nur der Busfahrer mit seinem Bus Bruno und die Leiter, wo es hingehen sollte. Nun gut die Ankündigung des Busfahrers es ginge nach Portugal verwunderte die Kinder doch ein wenig, welch ein Glück, dass wir nach knapp einer Stunde an unserem Zielort in Wolfsburg angekommen waren. Nun fragt man sich, was hat Wolfsburg neben Felix Magath und VW noch zu bieten, wir können ihnen sagen einiges. Direkt am Hauptbahnhof lag unser Ziel für den heutigen Tag. Einfach phänomenal. Das Phaeno. Laut Homepage Phaeno, da staunst du. Tatsächlich da staunt man. Ein riesiges ca. 9000m² großes, interaktives Museum, welches über 350 Experimentierstation zu den Elementen bereit hält, wo alles angefasst, ausprobiert und gespielt werden möchte. Dazu später mehr. Nun zunächst führten uns Mitarbeiter des Phaenos durch das Museum. Die 30 minütige kurze Einführung fühlte sich an als wären es Stunden, was aber nur daran lag, dass wir an so vielen spannenden Aufstellungsstücken vorbeikamen, die quasi danach riefen, umgehend ausprobiert zu werden. Teilnehmer aber auch Leiter waren nur schwer davon abzuhalten, nicht alle paar Meter stehen zu bleiben und direkt die ersten Stationen auszuprobieren. Zusammen in der Gruppe wurden zunächst eine Rundbogenbrücke gebaut, die ohne zusätzliche Stützen von alleine steht, danach mussten sich alle an einer Station an die Hände fassen, um so einen Stromkreis zu bilden. Das Gekreische als der Stromfluss zu hoch war, ertönte durch das ganze Museum. Zum Schluss der Einführung standen den Teilnehmern noch einmal die Haare zu Berge. Nach Aussage der Mitarbeiter des Phaenos funktioniert dies am besten mit frischgewaschenen und gut getrockneten Haaren. Die Leiterrunde überlegt zurzeit, sich ein solches Gerät in einer Art Schleusenform für die nächsten Sommerläger zu beschaffen. Doch wir können mit Stolz sagen, bei fast allen Kindern standen die Haare wirklich zu Berge.

Danach konnten die Kinder und natürlich auch die Leiter endlich alleine durchs Museum laufen.

Durch die temporäre Ausstellung „Spiel und Bewegung“  war wirklich für jeden, auch die nicht so naturwissenschaftlichen Kinder etwas Passendes dabei. Die eingerichtete Picknick und Snack Ecke war neben den Toiletten wohl der am wenigsten besuchte Ort, gab es doch so viel zu erleben. Die Möglichkeit das Museum in einer 3er-Gruppe für eine Shopping-Tour in der Stadt zu verlassen, bei der alle Eindrücke mal verarbeitet werden könnten, wurde von NIEMAND wahrgenommen.

Alle Stationen des Museums zu nennen, würde eindeutig den Rahmen sprengen, freuen Sie sich jetzt schon auf die Erzählungen ihrer Kinder. Doch einige Highlights sollten erwähnt werden:

Einfach mal mit voller Wucht gegen eine Wand rennen, sich dabei nicht zu verletzen und noch zu erfahren, mit wie viel Kraft man aufgeprallt ist, das war hier möglich. Durch die Zuschauer angefeuert, brachte es so mancher auf einen wahrlich heftigen Einschlag und dadurch zu einem hohen Ausschlag auf der Anzeigetafel.

Auch beim Reaktionsspiel, in dem rot aufleuchtende Buzzer schnellstmöglich betätigt werden mussten, wurde so manche Bestzeit immer und immer wieder unterboten.

Schwindel kam erstaunlicherweise im Hexenhaus auf, wo sich anders als in einer Achterbahn nicht die Sitzfläche, sondern das ganze Haus um die Sitzfläche drehte.

Beeindruckend war auch der Feuertornado, der mit Parafin entzündet wird und anschließend in einem sich drehenden Luftwirbel ca. 6 Meter hoch aufsteigt.

Nach kurzer Zeit gab es auch wahre Experten im nicht Denken. Einem Spiel, welches Gehirnströme misst und eine Kugel in das Tor desjenigen befördert, der mehr denkt. Manch ein Lehrer würde sich wünschen, mit Hilfe eines solchen Spiels genau das Gegenteil erzeugen zu können.

Aus der Rubrik Spiel und Bewegung:

Die Tanzmatte erfreute sich großer Beliebtheit, ebenso der 100m Lauf, der auf der Stelle absolviert werden musste.

An einem Torwartsimulator, einem Schusskraftmesser und einer Schussgenauigkeitswand trainierten die Kinder mit viel Engagement schon einmal fürs Traditionsspiel, auch wenn das wie jedes Jahr gegen ein technisch erstklassige, aber konditionell schwach aufgestellte Leitermannschaft verlorene Zeit sein wird.

Nach 5 Stunden Spiel, Spaß, Erleben und Probieren machten wir uns nach einem kurzen Snack, der bis dahin von den Kindern quasi nicht genutzt wurde, auf den Weg in die fußläufig zu erreichende Innenstadt von Wolfsburg. Bei gefühlten 50 und tatsächlich über 30 Grad machten die Eisdielen ein gutes Geschäft.

Müde, kaputt und mit einer Menge Erlebnissen im Gepäck stiegen wir wieder in den Bus und die Rückfahrt mit geschlossenen Augen war viel zu schnell um. Da fragt man sich als Verkehrsteilnehmer des Ruhrgebietes, wo denn die Staus sind, wenn man sie mal brauchen könnte.

Nach einem kurzen Abendsnack, die Mägen waren ja noch mit reichlich Eis und amerikanischem Fast Food gefüllt, sollte dieser phänomenale Tag aber noch nicht zu Ende sein. Zunächst wartete ein Überraschungsgast auf die Kinder. Nadine besucht uns über das Wochenende in unserem Lager und bereichert unsere Lagergemeinschaft. Ein fröhlicher und vor allem ausgeschlafener Leiter mehr  ist hier nie verkehrt. Nach Einbruch der Dunkelheit wurde die Belichtungszeit der Kamera hochgestellt und mit Hilfe von Lichtern Graffiti in die Fotos „gesprüht“, was nachher nur auf dem Foto zu sehen ist. Die Kunst dabei ist, ohne zu sehen, was man eigentlich schon gemalt hat, in begrenzter Zeit ein schönes Motiv in die Luft zu zeichnen. Man muss sagen, wie sie sicherlich schon gesehen haben, die Fotos sind teilweise sehr schön geworden. Leider blieb wegen aufkommenden Regens etwas zu wenig Zeit, sodass wir es bei der nächsten Gelegenheit nochmal versuchen wollen.

Schlussendlich fielen alle geschafft in ihr Bett und der Regen in der Nacht störte den Schlaf nicht wirklich.

Es grüßt der motivierte und klugschreibende Lagerreporter

P.S.: Morgen bekommen wir wieder Besuch und es wird ein sehr langer Tag werden, wir machen die Nacht zum Tag, aber keine Angst die Nacht wird nicht zu kurz ausfallen, denn dann drehen wir das Sprichwort wieder um und machen den Tag zur Nacht. Freuen Sie sich auch jetzt schon auf die nächsten Tagesberichte, wir geloben Besserung und versuchen Sie alle, noch schneller mit brandheißen News aus unserem Sommerlager zu versorgen.  

Hot EltZelt News

Der zweite Tagesausflug steht an! Aber wohin geht's? Das wissen bisher nur Busfahrer und Leiter. Es wird auf jeden Fall phaenomenal. :)

Hot EltZelt News 2

Blitz, Feuer und Sandsturm. Ein Haus, das durch dreht, Kinder, die gegen die Wand laufen, Haare, die zu Berge stehen. Oh man! Wie gut, dass wir nicht vom Lagerplatz reden. Heute bewegen, fliegen, toben wir durchs Phaeno (www.phaeno.de). Hier ist nichts normal, sondern alles phaenomenal!