Tagesbericht vom 18.8.2013

 

Zweiter Tag auf dem Lindersberg: Mit einem sonnigen „Guuuuuuuuuuttteeeeeeeeeeeeeeeeeen Moooooooooooooooorgeeeeeeeeeeeen“ begann die erste Morgenrunde am Lagerplatz und wir konnten uns alle, noch ein wenig müde von der ersten aufregenden Nacht im Zelt, auf das anstehende Programm freuen. Während des Frühstücks wurden wir erstmals von der kulinarischen Kunst der bayrischen Semmel ÜBERZEUGT.

Nachdem erstmalig Klo-, Feuerholzhol-, Spül-und Hofdienst erledigt wurden, ging es auch direkt mit dem ersten thematischen Programmpunkt des Lagers los. Auf spielerische Weise mussten die Kinder in Kleingruppen ihr eigenes Dorf gründen. Dabei hatten diese verschiedene Vorgeschichten, in die sich die Kinder hineinversetzen mussten. Das Dorf der Hitis waren Flüchtlinge, die sich aus der Unterdrückung entzogen, um in ein neues Land mit einer hoffentlich besseren und gerechten Zukunft zu gelangen. Die Bewohner des Dorfes der Ugahs wurden von einem einzelnen Ugah – dem sogenannten Ober-Ugah – vertreten. Dessen Aufgabe war es, zu bestimmen, wie das Leben im Clan abläuft. Das dritte Dorf bestand aus einer Gruppe von weisen Akademikern, die ihre eigene Weltanschauung und Philosophie in dem neuen Staat verwirklichen konnten. Durch selbstständiges Aufstellen von Regeln, sollten die Kinder das Zusammenleben ihrer Gemeinschaft friedlich und gerecht gestalten und anfallende Aufgaben, wie zum Beispiel das Abernten eines Feldes, lösen.

Zum Abschluss des Spiels wurden die gesammelten Erfahrungen reflektiert. Hier wurden die von den Kindern erdachten Gesetze und Regeln mit dem christlichen Glauben verglichen:

Schnell wurde deutlich, dass christliche Werte für ein harmonisches Zusammenleben unabdingbar sind. Die goldene Regel fasst dies gut zusammen: „Was du nicht willst, das man dir tu‘, das füg‘ auch keinem anderen zu!“

Hungrig von so viel Erkenntnis, konnten wir später, von Kartoffelpüree und Fischstäbchen gestärkt, Fußballfeld, Volleyballnetz und Tischtennisplatte einweihen.

An dieser Stelle eine kleine Vermeldung: Trotz Bankenkrise hält die M-Bank ihre Kurse stabil und der M-Kiosk kann, trotz schwieriger Zeiten, seinen Stammkundenkreis wieder um ein Einiges erweitern und mit Esspapier, dem Renner des Tages, voll punkten!

Somit konnte die Freizeit bis zum anschließenden Gottesdienst perfekt genutzt werden. Dieser fand mit Pater Sepp Schwemmers in einer schnuckeligen Kapelle vor atemberaubendem Panorama mit Blick bis nach Nürnberg statt. Trotz bayrischen Dialekts und damit verbundenen Kommunikationsschwierigkeiten konnte Sepp uns mit seiner offenen Art überzeugen und den Gottesdienst somit zu unserem ersten Highlight des Lagers machen, das uns sicherlich lange in Erinnerung bleiben wird. Den Abend konnten wir bei gemütlichem Lagerfeuer ausklingen lassen.

Hoffentlich hält der Wettersegen, ein bayrischer Brauch, was er verspricht und beschert uns in den kommenden Tagen am Lagerplatz perfektes Sommerlagerwetter, denn morgen geht es für uns hoch hinaus! Und eines ist sicher: Es wird göttlich!

Servus und Grüß‘ Gott,

die drei fleißigen Nachtschreiberlinge