Die Fotobattle-Haiks der Älteren

Üblicherweise wird den Teilnehmern einige Tage vor den Haiks eine Auswahl möglicher Trips vorgestellt, aus denen dann jeder wählen darf. Bei den älteren Teilnehmern sind wir in diesem Jahr allerdings etwas anders vorgegangen. Statt aus festen Zielen oder Konzepten zu wählen und dementsprechend in Gruppen eingeteilt zu werden, durften die Älteren ihre Haiks in diesem Jahr selber Planen.

Das hat zu einer tollen neuen Idee geführt:

Inspiriert von den vielen schönen Orten, die die Jüngeren auf ihren Haiks bereits besucht hatten, wollten die Älteren auch möglichste viele schöne Orte sehen und festhalten.

So entstand der Fotobattlehaik. In drei nach Laufstärke aufgeteilten Gruppen wollten die Älteren sich an verschiedenen Orten aussetzen lassen, um dann selber Strecken zurück zum Lagerplatz zu wählen, auf denen man möglichst viele Schöne Fotos machen können sollte.

Die genaue Aufgabenstellung durfte sich aber doch die Lagerleiterrunde überlegen. So sollte keine Gruppe einen Vorteil erhalten.

 

Aufgabenstellung:

Ihr müsst euer Mindestziel von 40 km erfüllen und dürft den Lagerplatz nicht vor 14:30 Uhr erreichen. Während eurer Wanderung müsst Ihr 30 Fotos machen. Folgende Themen müssen auf den Fotos deutlich erkennbar sein:

  1. Sonne
  2. Sehenswürdigkeit
  3. Kirche
  4. Wasser
  5. Holz
  6. Eure Leiter
  7. Zahnbürsten
  8. Rucksäcke
  9. Füße
  10. Feuer
  11. Jesus
  12. Tiere
  13. Stimmung
  14. Maskottchen
  15. Romantik
  16. Einsamkeit
  17. Gottesbegegnung
  18. Der Weg ist das Ziel
  19. Die Goldene Regel
  20. Der barmherzige Samariter
  21. Das MAXIfoto (möglichst viele der oben genannten Themen auf einem Foto)

Bewertung: Bei der Abgabe darf jedem Motiv genau ein Foto zugeordnet werden. Die restlichen bewertungsrelevanten zehn Fotos müssen auch genau definiert werden. Die Doppelnutzung eines Fotos ist nicht gestattet.

Die Auswertung wird von einer neutralen, höchst kompetenten Fachjury durchgeführt, welche sich aus Koryphäen der jüngeren und älteren Meheifa-Haikgeschichte zusammensetzt. Es werden sowohl die Kreativität, als auch die Einzigartigkeit der Fotos berücksichtigt.

Preis: Das Siegerteam bekommt das schönste Fotos des Haiks und eine kleine Überraschung aus dem M-Kiosk.

 

Gewonnen nach Punkten hat am Ende der "Best Haik Ever". Allerdings so knapp, dass jede Gruppe ein Siegerfoto erhalten hat. Und siegreich war doch auch eh jede Gruppe, die unterwegs Spaß hatte und es nach Hause geschafft hat. ;)

 

Haikbericht der ältesten Mädchen

12.12 h: Unser Haik beginnt. Angsttropfen strömen unsere Wangen hinunter. Werden wir jemals lebend zum Lagerplatz zurückkommen?

Trotzdem ist die Stimmung gut und mit „underneath your clothes“ starten wir voller Zuversicht.

12.53 h: Nach dem 1. Kilometer wird die erste wohlverdiente Pause gemacht. Durch nette Einwohner in Weilersbach können wir endlich erfahren, wo wir eigentlich sind. Da aber keiner mehr laufen will, überlegen wir hier zu übernachten.

13.15h: Auf der Mauer auf der Lauer sitzen wir kleinen Haiker. Wir begeben uns auf den Weg in ein großes Abenteuer.
Die Knie zittern und die Zähne klappern als wären wir Skelette, die aus ihrem Grab gestiegen sind. Die Wolken wachsen langsam zusammen und legen ihren weißen Schleier über den saphirblauen Himmel. Die Häuser werden immer kleiner und der Anstieg immer stärker. Ohne Ziel vor Augen laufen die acht Haiker durch das Wildleben in Bayern. Immer mal wieder hört man ein Auto vorbei brausen, aber sonst nur das Rascheln der Gräser, die vom Wind mitgezogen werden. Der ganze Haik wird von Musik begleitet, um alle dadurch aufzumuntern.

14.07 h: Unsere Beine werden immer müder, doch die Stimmung ist super. We could be the  ones!

14.18 h: Gott begleitet uns. Die Beinmuskulatur aller ist sehr strapaziert.

14.37h: Der Atterberg, der die Höhe des Mount Everest hat wurde von uns erfolgreich bezwungen.
P.S. Keiner wurde zurückgelassen.
Unser (Maras) Videoblog wird auch vollständig ausgeführt. Der mummelige Maiskolben Manni, den Marlene gefunden hat, ist unserer Gruppe beigetreten.

14.39 h: Aussicht ist top und Stimmung unschlagbar.

14.55 h: Der nächste Berg ragt vor uns bis zum Himmel hinauf. Die Baumkronen streichen den weißen Schleier weg und lassen uns das blaue Auge des Himmels erkennen.

15.55 h: Neben Manni begleiten uns die Riesenschnecken Dary Jones und Jack Sparrow, die neben uns kriechen und uns leider und komischerweise überholen.

18:33 h: Wir schlagen unser Lager auf einem Fußballplatz auf, der uns zur Verfügung gestellt wurde.

19.00 h: Wir beginnen zu grillen. DER MICHI HATS DRAUF!

20.23 h: Es beginnt zu regnen. Julia W spült und Moritz und Michi werden langsam wach. Der Rest hockt im Iglo-Zelt von Marlene, Julia W und Mathilda. Im zweiten Iglo schlafen Michi & Moritz.
Julia B, Josi und Mara schlafen im Ufo Zelt „Titanic 2.0“

20.30 h: Moritz wünscht sich Musik von Avikkii ;)

20.35 h: wir beschließen uns die MJ´s zu nennen wegen
M – Michi, Mathilda, Moritz, Marlene & Mara
J – Josi, Julia & Julia
Und natürlich sind wir unter der Leitung von Manni, dem Maiskolben, der zu unserem Maiskottchen geworden ist.

11.10 h: Die stürmische Nacht wurde überstanden, ohne dabei einen Verlust zu vermelden. Wir beginnen zu hoffen den Lagerplatz zu erreichen. Aber wann? Die ersten Wetten laufen schon.

11.15 h: Beim Fühstück ein bisschen chillen.
Manni ist schon ein bisschen schrumpelich; er ist halt auch nicht mehr der Jüngste.

13.00 h: Wir verlassen unseren kleinen Fußballplatz voller Motivation. In schleppendem Tempo laufen wir den Berg hoch, um uns aufzuwärmen, denn der Himmel ist bedeckt und die Luft  Tau-frisch kühl. Dennoch haben wir sommerliche Kleidung an und hoffen auf den Sonnenschein.

13.08 h: Der Berg wird immer steiler, der Weg steiniger und feuchter.
Dieser Weg wird steinig und schwer…

13.40 h: 11,5 km sind wir jetzt den Berg hoch gelaufen und haben die bombastische Burg Feuerstein erreicht. Spätestens jetzt haben alle die Grenzen ihrer Kräfte erreicht und sind froh darüber, hier an der Burg eine Pause machen zu können.

14.00 h: Wir gehen in die Kirche neben der Burg Feuerstein, welche sehr klein, jedoch wunderschön gebaut wurde.

14.10 h: Jetzt starten wir Richtung Lagerplatz und sind schon siegessicher, denn wir haben meisterhafte Bilder gemacht.

16.30 h: Glücklich und zufrieden sitzt die Haikgruppe beim Essen am Lagerplatz.
Wir danken Gott, dass wir noch leben.

Großer Dank gilt Manni, der uns durch den Sturm, Hagel und Tornados geführt und unseren Teamgeist beflügelt hat.

BEST HAIK EVER!

Tagesbericht vom 26.8.2013

Nach dem verregneten gestrigen Tag waren wir nach dem Aufstehen alle gespannt, ob es heute trockener wäre. Doch eins war sowieso klar: Egal was kommt, das Wetter könnte uns heute von nichts abhalten.

Frisch gestärkt vom Frühstück und noch etwas traurig über die Abreise eines Teils unseres Besuchs, packten die Älteren Ihre Rucksäcke, um zum Haik aufzubrechen. Dieses Jahr durften sie die zu laufende Strecke hinsichtlich Länge und Verlauf selber auswählen. Was vorgegeben wurde: Am Ende müssen unserer fachkundigen, neutralen Leiterjury pro Gruppe 30 Fotos  vorliegen, die innerhalb der Haiks zustande gekommen sind.  Die Mannschaft, die ihr Laufziel erfüllt hat und die originellsten Fotos geschossen hat, bekommt einen Preis.

Die Jüngeren hingegen durften sich darüber freuen, endlich auch mal ungestört am Lagerplatz zu sein und dessen Möglichkeiten wie Tischtennisplatten, Hängematten, Fußballwiese oder Aufenthaltszelt ohne die Älteren voll ausschöpfen zu können. Nach dem Mittagessen ging es dann mit dem Programm so richtig los, denn wir liefen den Lindersberg nach Ebermannstadt herunter. Dort angekommen gab es zunächst etwas Freizeit, um die örtliche Wirtschaft anzukurbeln oder sich einfach mal wieder Zuhause zu melden. Anschließend starteten wir dort das Spiel „Appel und Ei“. 

Spielziel ist es das erhaltene Startkapital, bei welchem es sich um einen Apfel und ein Ei handelt, gegen andere Dinge zu tauschen und somit den Wert seines Besitzes zu steigern.

Man muss sagen: Die Bewohner und Ladenbesitzer von Ebermannstadt haben sich nicht lumpen lassen und wir können stolz viele riesige Kuscheltiere, Malkreide sowie zahlreiche andere kleine Schätze unser Eigen nennen!

Zurück am Lagerplatz warteten auch schon die heißen Kohlen vom Grill auf uns! Nachdem wir von all dem Grillfleisch, Würstchen, Salat und Baguettes gesättigt waren, schauten wir den Film „Gegen jede Regel“, welcher Probleme von Rassentrennung und Diskriminierung in den USA themengerecht, aber auch witzig vermittelt.

Doch von soviel Action am heutigen Tag fielen dem ein oder anderen Kind und Leiter schon früher als sonst die Äuglein zu.

Für morgen erwarten wir die Älteren am Lagerplatz zurück, sofern sie ihre selbst gesteckten Ziele erreichen. Auf jeden Fall wird dem ein oder anderem unabhängig vom Wetter morgen Abend ein Eiskalter Schauer den Rücken runterlaufen.

Es grüßen vom Lagerplatz die beim Lesen des Gästebuchs leicht rotgewordenen Lagerreporter J